Ausbildung und Weiterbildung in den Auto Berufen


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Betriebspraktikum



Eine wesentliche Bildungsaufgabe der Schule besteht darin, Schülerinnen und Schüler auf die Berufs- und Arbeitswelt sowie auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

Zu den besten und bewährtesten Mitteln, dieses Ziel zu erreichen, zählt die Durchführung von Betriebspraktika. Für viele Schülerinnen und Schüler ist diese Erfahrung prägend für die Berufswahl. Das erste Mal in ihrem Leben verlassen sie für eine längere Zeit die vertraute soziale Umgebung, in der die Jugendlichen weitgehend unter sich sind.

Im Betrieb sind sie mit Erwachsenen tätig, die bestimmte Aufgaben erfüllen. In dieser wenig vertrauten Situation heißt es, die eigene Position zu erkennen und sich zurechtzufinden. Von den Schülern werden Schlüsselqualifikationen wie Ausdauer, Konzentration, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit etc. gefordert.  

Das Betriebspraktikum hat jedoch wenig Sinn, wenn die konkreten Berufswünsche der Schülerinnen und Schüler bei der Praktikumstellenvergabe nicht berücksichtigt werden, d.h. das Betriebspraktikum entfaltet seine Wirkung nur, wenn der junge Mensch für einen tätigen Einsatz im Kfz-Betrieb Interesse zeigt.

Lernziele während des Praktikums

- Kenntnis und Übung spezifischer Verhaltensweisen im Rahmen der Berufstätigkeit

- Kennenlernen des Anforderungsprofils des Berufes

- Überprüfung der Eignung und Neigung für einen angestrebten Beruf, verbunden mit der Möglichkeit,
  die Berufswahl zu korrigieren

- Erwerb von Kenntnissen über die Realität des Berufes, für den sich der Schüler interessiert,
  Einblicke in die betriebliche Organisation

- Realitätsnahes Erleben des Arbeitssituation innerhalb eines betrieblichen Sozialgefüges

Zahlreiche Mitgliedsbetriebe der Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen bieten für interessierte Jugendliche Praktikumsplätze an.

 


Kaufmännische Ausbildung im Kfz-Gewerbe

Seit 1998 gibt es im Kfz-Gewerbe den kaufmännischen Ausbildungsberuf Automobilkaufmann / Automobilkauffrau, der konkret auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten ist. Wer sich für das Produkt Automobil interessiert und mit modernen Kommunikationssystemen der Automobilbranche arbeiten möchte, trifft mit diesem Beruf die richtige Wahl. Disposition, Beschaffung, Vertrieb und Kundendienst sowie umfangreiche Finanzierungs- und Versicherungsdienstleistungen sind einige wichtige Tätigkeitsfelder. Automobilkaufleute werden während der dreijährigen Ausbildung insbesondere mit allen vor- und nachbereitenden Maßnahmen des Verkaufs von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen vertraut gemacht.

Wer den Betrieb anhand von Zahlen analysieren möchte, sich um Lagerbestände und Kosten kümmert und Büroorganisation genauso beherrscht wie Personalverwaltung, für den ist der Beruf Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement eine gute Entscheidung. Auch hier sind moderne Datenverarbeitungssysteme nicht mehr wegzudenken.


Die Ausbildungsverordnung für Automobilkaufleute wurde inzwischen grundlegend modernisiert und ist zum 01.08.2017 neu in Kraft getreten. Damit sind jetzt auch neue Lernfelder und gestiegene Anforderungen an die kaufmännische Ausbildung verbunden.

- eine stärkere Geschäftsprozessorientierung
- gestiegene Bedeutung der Finanzdienstleistungen
- stärkere Berücksichtigung der Fahrzeugtechnik
- Ausbau des Internethandels und der Internationalisierung
- höhere Anforderungen an die kommunikative Kompetenz
- veränderte rechtliche Rahmenbedingungen
- sowie neue Mobilitätsdienstleistungen.

Der aktualisierte Ausbildungsberuf beinhaltet die folgenden Berufsbildpositionen:

1. Organisation und Verkauf von Teilen und Zubehör
2. An Werkstattprozessen mitwirken und als Schnittstelle zwischen Handel und Werkstatt agieren
3. Kundendienst organisieren und Servicebereich unterstützen
4. Betriebliche Marketingaktivitäten planen und durchführen
5. Fahrzeughandel und -vertrieb unterstützen
6. Finanzdienstleistungsprodukte im Fahrzeughandel vorbereiten
7. Personalbezogene Aufgaben bearbeiten
8. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle unterstützen.


Technische Ausbildung im Kraftfahrzeuggewerbe

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Bei der täglichen Werkstattarbeit sind Kfz-Mechatronik und Kfz-Elektronik nicht mehr zu trennen. Fast alle Funktionen im Fahrzeug werden elektronisch kontrolliert. Daraus resultierten erhöhte Anforderungen an die Fahrzeugdiagnose. Die damit einhergehenden umfassenden beruflichen Qualifikationen sind deshalb in einem neuen Ausbildungsberuf untergebracht, der die Mechanik und Elektronik verbindet. Damit ergibt sich der neue Beruf Kfz-Mechatroniker/in, der den Kfz-Mechaniker / Kfz-Elektriker ersetzt. Der neue Beruf wird in vier Schwerpunkten angeboten:

- Personenkraftwagentechnik (Pkw)

- Nutzfahrzeugtechnik (Nfz)

- Motorradtechnik

- System- und Hochvolttechnik

- Karosserietechnik

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3,5 Jahre.

Welches Eingangsniveau müssen die Bewerber besitzen?

Aufgrund der hohen Anforderungen an das neue Berufsbild ist ein Realschulabschluss oder mindestens ein sehr guter Hauptschulabschluss erforderlich.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?  (ab 01.06.2017)

Im 1. Ausbildungsjahr  610,-- €

im 2. Ausbildungsjahr  665,-- €

im 3. Ausbildungsjahr  750,-- €

im 4. Ausbildungsjahr  825,-- €


Die überbetriebliche Ausbildung findet statt im Bildungszentrum der Handwerkskammer Dortmund, Ardeystr. 95, 44139 Dortmund,
Ansprechpartnerin ist Frau Mimoza Kameri, Tel.: 0231 / 54 93 - 674


Grundausbildung

 

G-K1/15 Reparaturtechnik 1 - Kfz-Elektrik

G-K2/15 Reparaturtechnik 2 - Kfz-Mechatronik

G-K3/15 Reparaturtechnik 3 - Service und Wartung an Fahrzeugen

G-K4/15 Reparaturtechnik 4 - Kfz-Instandsetzung



Fachausbildung

 

K1/15 Diagnosetechnik 1 - Elektrische Fahrzeugsysteme

K2/15 Diagnosetechnik 2 - Motormanagement

K3/15 Diagnosetechnik 3 - Fahrwerk / Bremse

K4/15 Diagnosetechnik 4 - Hochvolttechnik

K5/15 Diagnosetechnik 5 - Kfz-Datenübertragung

K6/15 Diagnosetechnik 6 - Verknüpfte Fahrzeugsysteme

 

 

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Karriere mit Lehre

Die Chancen im Kfz-Gewerbe sind nach wie vor gut. Die Zahl der Kraftfahrzeuge nimmt ständig zu. Solange es Autos, Motorräder, Lastkraftwagen und Busse gibt, müssen diese gewartet, instandgesetzt und verkauft werden. Auch international sind qualifizierte Fachleute im Kfz-Gewerbe gefragt.

Wer durch den Besuch von Seminaren, Fachakademien und Trainingszentren der Automobilindustrie sowie der Hand-werksorganisation für seine ständige notwendige Weiterbildung sorgt, wird auch in Zukunft den steigenden Qualitäts- und Informationsansprüchen der Kunden gewachsen sein.

Das Kfz-Gewerbe erhält in Kürze auch eine neue Meisterprüfungsverordnung, die sich gegenwärtig noch in der Abstimmung befindet und voraussichtlich zum 01.01.2018 in Kraft treten wird. Die bisherige Meisterprüfung nach altem Modell wird nach einer Übergangsfrist Ende 2020 auslaufen.

Über die Karrieremöglichkeiten im Kfz-Gewerbe mit den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informiert die Broschüre "handfest".




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KFZ-Innung

Lange Reihe 62

44143 Dortmund

Tel:   0231 / 5177 - 151/152

Fax:  0231 / 5177 - 197

E-Mail:
jesse@handwerk-dortmund.de
zimmermann@handwerk-dortmund.de

Mo-Mi:    7.30 - 16.30 Uhr
Do:          7.30 - 17.00 Uhr
Fr:           7.30 - 13.00 Uhr

Kassenstunden:
Mo-Fr:     7.30 - 12.00 Uhr

Kreishandwerkerschaft

Mit ca 40.000 Beschäftigten ist das Handwerk leistungsstarker Motor der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in Dortmund und Lünen - wir sorgen dafür, dass dieser Motor auf Touren bleibt. Wir erfüllen als Dienstleistungscenter den Leistungsauftrag der Innungen und ihrer Fachbetriebe mit branchenübergreifendem Service und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Spitzenvertreter des selbstständigen Handwerks für den Bereich Dortmund und Lünen.